Möchtest du einen Onlineshop erstellen?

Dropshipping: Der einfachste Weg zum eigenen Onlineshop und Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens

Dropshipping: Warenlager eines Großhändlers/einer Großhändlerin

Hohe Startkosten und Angst vor Scherereien beim Fulfillment schrecken viele potenzielle Entrepreneur:innen davon ab, einen Onlineshop zu eröffnen. Das muss nicht sein!

Stell dir vor, jemand würde dir anbieten, die Vorlaufkosten für dein Inventar für Tausende von Produkte zu bezahlen und für dich das Fulfillment zu übernehmen. Dann wäre der Anfang viel leichter und du könntest von überall aus dein Geschäft betreiben. Klingt zu gut, um wahr zu sein, ist aber möglich.

Das Zauberwort lautet Dropshipping.

Lesetipp: Du möchtest auch endlich in den Wachstumsmarkt E-Commerce einsteigen? Dann haben wir in diesem Beitrag alles für dich zusammengefasst, was du über den Onlinehandel wissen musst.

In diesem Artikel werden wir dir alles übers Dropshipping beibringen. Wir werden zuerst erklären, was Dropshipping überhaupt ist, dann die Vorteile aufzählen und dir zeigen, wie du Produkte und Lieferant:innen für ein Dropshipping-Unternehmen findest. Abschließend stellen wir Lösungen zu einigen der häufigsten Probleme im Dropshipping vor.


Der einfachste Weg, um im Dropshipping zu starten? Mit einem Shopify-Store! Jetzt 14 Tage lang kostenlos testen.


Inhaltsverzeichnis

Lesetipp: Ob in der Herstellung, im (Online-)Handel oder auch im Import: Wenn du Verpackungen mit Ware befüllst, solltest du diese Neuerungen im Verpackungsgesetz kennen.

Was ist Dropshipping?

Dropshipping (auch: Streckengeschäft, Streckenhandel) ist ein Business-Modell im Handel, bei dem das Unternehmen Produkte, die es verkauft, nicht selbst auf Lager hat. Stattdessen tun sich Unternehmen, die Dropshipping betreiben, mit einem/einer Großhandelsanbieter:in zusammen, der seine/ihre eigenen Lagerbestände hält. Der/die Dropshippende leitet Kundenbestellungen und Einzelheiten zur Lieferung an diese Großhändler:innen weiter und diese:r liefert die Waren dann direkt an die Kund:innen.

Lesetipp: Mit den richtigen Online-Shop-Ideen wird dein Traum vom eigenen Unternehmen wahr. Starte jetzt mit unseren Tipps!

Was ist Shopify und wie kann es bei deinem Dropshipping-Geschäft helfen? Lerne mehr darüber!

Der größte Vorteil beim Dropshipping ist, dass du dir keine Sorgen wegen des Fulfillment oder Lagerbestandes machen musst. Da du bei Eigenmarken-Lieferung deine Absenderadresse verwendest und die Rechnung auf dein E-Commerce-Geschäft laufen lassen kannst, hast du trotz des Dropshippings die Möglichkeit, deine eigene Marke aufzubauen.

Christoph Filgertshofer ist Shopify- und Dropshipping-Experte. Seine Geschichte liest du hier.

Die Vorteile des Dropshippings

Es gibt haufenweise Gründe, Dropshipping auszuprobieren. Hier ein paar der überzeugendsten:

1. Du brauchst nicht viel Kapital, um loszulegen

Das Foto zeigt ein paar Stapel Centstücke. Es symbolisisert, dass man auch schon mit kleinen Beträgen mit Dropshipping starten kann.

Mit Dropshipping ist es verblüffend einfach, mit dem Online-Verkauf anzufangen. Auch ohne hohe Inventarkosten kannst du deinen Kund:innen tausende Artikel anbieten.

Lesetipp: In diesem Beitrag findest du alle wichtigen Informationen zu Print-on-Demand

2. Bequemlichkeit und Effizienz

Ein Wekcer auf einem pinken und einem grünen Hintergrund symbolisiert die Zeitersparnis beim Dropshipping

Ein E-Commerce-Geschäft aufzuziehen und auszubauen, ist viel Arbeit - insbesondere, wenn man nur begrenzte Mittel zur Verfügung hat. Wenn man sich also keine Sorgen wegen des Fulfillment machen muss, ist das unglaublich praktisch und man hat mehr Zeit, sich mit dem Marketing, Kundenservice und dem allgemeinen Betrieb zu beschäftigen.

Lesetipp: Erfahre, warum der Großhandel für Wiederverkäufer so gefragt ist und entdecke 10 Großhandelsplattformen, von denen Reseller ihre Ware beziehen können.

3. Mobilität

Das Bild zeigt ein typisches Homepffice mit einem Stuhl, Schreibtisch und einem Laptop.

Da alle Aspekte des Fulfillment geklärt sind, kannst du deinen Onlineshop überall dort betreiben, wo du Internetanschluss hast. (Viele digitale Nomaden tun das - lies hier, wie das geht!)

4. Es ist ein bewährtes Modell

Dropshipping hat sich bewährt, weshalb auch viele große Unternehmen auf das Konzept setzen.

Viele Onlineshops - inklusive vieler großer Einzelhändler:innen - verwenden Dropshipping, weil sie ihrer Kundschaft auf diese Weise eine größere Auswahl an Produkten anbieten können, ohne dass sie dabei irgendwelchen Ärger mit Inventar haben.


Kostenloses Ebook: 12 Dropshipping Apps für Onlineshops

In diesem Ebook stellen wir 12 Apps zur Produktbeschaffung vor, mit denen du Produkte zum Verkaufen finden kannst, ohne selbst versenden zu müssen.


Wie finde ich eine:n Großhändler:in fürs Dropshipping?

Wenn du bereits weißt, welche Produkte du per Direktlieferung versenden möchtest, ist es am einfachsten, sich an den/die Originalhersteller:in zu wenden, um kompetente Vertriebshändler:innen zu finden. Nicht alle Vertriebshändler:innen werden direkt an die Kundschaft versenden wollen, aber du hast dann zumindest eine Liste, die du der Reihe nach durchgehen kannst.

Lesetipp: In diesem Beitrag haben wir die wichtigsten Fragen zu Shopify Deutschland für dich beantwortet. 

Leider ist der Markt mit Schwindler:innen und minderwertigen Informationen übersät. Wenn du lieber ein offizielles Verzeichnis verwenden möchtest, kann ich dir das Verzeichnis Worldwide Brands als verlässliche Quelle für Dropshipping-Großhändler:innen empfehlen, allerdings solltest du auch hier vorsichtig sein.

Lesetipp: Wir zeigen dir, wie du ein gutes Produkt für den Onlineshop finden kannst. 

Du kannst auch mithilfe von Google Dropshipping-Großhändler:innen finden, musst dabei aber ein paar Dinge beachten.

Lesetipp: Die Nutzung sozialer Medien kann die unterschiedlichsten Zwecke erfüllen – unter anderem den des Beziehungsmanagements. Dies machen sich mittlerweile auch Unternehmen zunutze und setzen statt Kaltakquise nun vermehrt auf Social Selling.

3 Möglichkeiten, wie du mithilfe von Google Großhändler:innen finden kannst

1. Suche ausgiebig

Eine Person sucht über Google nach Dropshipping-Anbieter:innen

Großhändler:innen und Dropshipping-Anbieter:innen sind bekanntermaßen nicht die besten, was SEO im Onlineshop und Marketing angeht, und normalerweise findet man sie bei Google nicht gleich auf der ersten Ergebnisseite, wenn man z. B. den Suchbegriff „Handtaschengroßhändler“ eingibt. Stattdessen musst du dich durch die Suchergebnisse durchkämpfen, manchmal zehn oder 20 Seiten weit.

Lesetipp: Die Social-Media-Plattform TikTok bietet Marken ein breites, junges Publikum, um Anzeigen zu schalten und über die Funktion TikTok Shop zu verkaufen. 

2. Lass dich nicht durch das Aussehen irritieren

Auf einem Laptop wird die Website eines Dropshipping-Anbieters gezeigt

Anbieter:innen haben oft überholte Webseiten aus den späten 90er-Jahren. Lass dich also nicht vom katastrophalen Design und Layout abschrecken. Natürlich kann eine tolle moderne Webseite ein Zeichen für eine:n super Anbieter:in sein, aber das heißt noch lange nicht, dass eine minderwertige Webseite auf eine:n schlechte:n Anbieter:in hindeutet.

Lesetipp: Wie du Social Commerce für dich nutzen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

3. Verwende viele Suchbegriffe

Hände tippen auf einer weißen Tastatur und darum schweben verschiedene Suchbegriffe für Dropshipping-Anbieter

Belass es bei der Suche nach Anbieter:innen nicht bei dem Begriff "Großhandel" (wholesale). Gib auch andere modifizierte Begriffe wie "Vertreiber" (distributor, seller), "Vertriebspartner" (sales partner), "Reseller" (reseller:-), "Großmenge" (bulk), "Lager" (warehouse) und "Anbieter" (supplier) ein.

Du solltest dich zudem über die rechtlichen Grundlagen des Dropshipping informieren. Hol dir diese Informationen im Zweifelsfall aber von deiner Rechtsberatung ein, da wir hier im Blog keine verbindliche Rechtsberatung geben können.

Lesetipp: 12 Shopify-Apps die dir bei der Produktbeschaffung für deinen Dropshipping-Store helfen, stellen wir hier vor.

Häufige Probleme beim Dropshipping

Wir empfehlen Dropshipping ausdrücklich. Allerdings ist es nicht das E-Commerce-Nirwana, denn es gibt auch hier Schwachstellen und Nachteile. Wenn du gut planst und dir der Schwierigkeiten bewusst bist, lassen sich diese Probleme aber gut bewältigen.

Lesetipp: Wir verraten dir, wie du mit YouTube Geld verdienen kannst.

1. Du wirst viel Konkurrenz und niedrige Gewinnspannen haben

Das stimmt. Bei Produkten, die per Direktlieferung versandt werden können, gibt es haufenweise Konkurrenz. Dies führt im Normalfall zu Schleuderpreisen und Gewinneinbußen, was den Aufbau eines existenzfähigen Unternehmens erschwert.

Lesetipp: Wie du deine Preise im Dropshipping richtig kalkulierst, erklären wir hier.

Wenn du erfolgreich sein willst, versuche nicht über den Preis zu konkurrieren. Biete stattdessen andere Mehrwerte an, z. B. erstklassige Produktschulung, Spitzenservice oder eine Riesenauswahl. Wenn du mehr darüber wissen willst, wie du eine profitable Marktnische findest und Mehrwerte schaffen kannst, lies diesen Artikel darüber, wie man die passenden Produkte fürs eigene Business findet.

Erfahre, wie du ein Shopify Impressum und die Datenschutzerklärung zu deinem Store hinzufügen kannst. 

2. Inventar zu synchronisieren, ist schwierig und führt zu ausverkauften Artikeln

Am besten kriegst du dieses Problem in den Griff, indem du mit mehreren Anbieter:innen zusammenarbeitest, deren Sortimente sich überschneiden. Es ist grundsätzlich gewagt, sich auf eine:n einzige:n Anbieter:in zu verlassen. Hat man zwei Anbieter:innen, verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Artikel vorrätig und lieferbar ist.

Lesetipp: Hier dreht sich alles rund ums Thema Dropshipping-Produkte finden. Wir verraten dir die 8 besten Strategien und 5 Dropshipping-Produkte, die im Trend liegen.

Irgendwann wird es allerdings mal passieren, dass du einem/einer Kund:in einen ausverkauften Artikel schickst. Storniere die Bestellung nicht. Biete dem/der Kund:in stattdessen ein besseres Produkt umsonst an. Du verdienst an der Bestellung zwar nicht viel oder sogar gar nichts, dafür hast du aber vermutlich eine:n treue:n Markenverfechter:in gewonnen.


Template Icon

Kostenloses Webinar: In 30 Minuten zum eigenen Onlineshop

Du willst selbst mal sehen, wie schnell du einen Shop aufsetzen kannst?

Der Shopify-Experte und leidenschaftliche Shop-Betreiber Adrian Piegsa zeigt dir, wie du dich anmeldest, eine Domain verknüpfst, Produkte auswählst und natürlich alle rechtlichen Vorgaben umsetzt.

Jetzt kostenlos teilnehmen

3. Es ist schwierig, Produkte zu verkaufen, die man nie zu Gesicht bekommt

In der heutigen Welt kann man fast in allem Expert:in werden, wenn man sich online informiert. Indem du Produkte von Hersteller:innen mit ausführlichen Webseiten verkaufst, kannst du dich mit einer Produktpalette vertraut machen, ohne jemals überhaupt einen Artikel davon in der Hand gehabt zu haben. Und wenn du mal eine ganz spezifische Frage zu einem Produkt beantworten musst, kannst du ja einfach kurz beim/bei der Anbieter:in oder Hersteller:in anrufen.

Hier erfährst du wichtige Tipps und interessante Dropshipping-Erfahrungen erfolgreicher Unternehmer:innen, die dir dabei helfen können, selbst als Dropshipper:in durchzustarten.

Natürlich kannst du die Artikel, die in deinem Shop am beliebtesten sind, auch kaufen, um dich mit ihnen besser vertraut zu machen, und sie dann als “gebraucht” oder “generalüberholt” weiter zu verkaufen. Oftmals wirtschaftest du damit deine Investition wieder herein.

    Abonniere am besten direkt den Shopify Podcast und verpasse keine Folge mehr!

    4. Eine Drittpartei einzubeziehen, führt zu vielen Fehlern beim Fulfillment

    Selbst die besten Dropshipping-Anbieter:innen machen manchmal Fehler, die mittelmäßigen machen viele. Selbst wenn die Schuld für ein Problem beim Fulfillment bei deinem Dropshipper zu suchen wäre, solltest du im Falle einer Retour bereit sein, die Kosten für ein Austauschprodukt für deine Kund:in zu übernehmen, sofern deine Anbieter:in nicht für den Schaden aufkommt. Alles andere könnte als mangelhafter Service verstanden werden. Der Imageschaden, der durch diesen Eindruck entstehen kann, kann schnell größer sein als der Verlust durch das Ersatzprodukt.

    Lesetipp: In diesem Beitrag findest du einen Leitfaden dazu, wie du ein erfolgreiches Business im E-Commerce aufbauen kannst.

    Ein Nachteil des Dropshipping sind die Ausgaben, die man bei der Behebung von logistischen Problemen hat. Wenn du diese aber einfach als Kosten deines Geschäftes akzeptierst - und die Kundschaft immer als König:innen behandelst - sollte das kein längerfristiges Problem sein.

    Template Icon

    Shopify Academy - Offizieller Kurs: Wie man ein Dropshipping Business startet (Auf Englisch, aber: Einer der besten Kurse zum Thema - und das völlig kostenlos!)

    Lerne, wie einfach es ist, ein Business einzurichten und loszulegen. In diesem Kurs erfährst du, wie man Produkte zum Verkauf findet, eine Marke aufbaut und die ersten Verkäufe realisiert.

    Kostenlos anmelden

    Ein letztes Wort zum Dropshipping

    Ist Dropshipping der Weg zum E-Commerce-Erfolg über Nacht? Natürlich nicht. Genau wie bei jedem anderen erfolgreichen Onlineshop musst du über kurz oder lang in eine hochwertige Website, Marketing und Kundenservice investieren.

    Mit unserem Domain-Check findest du gute Domains - inklusive Verfügbarkeitsprüfung!

    Trotzdem: Dropshipping ist eine hervorragende Möglichkeit, loszulegen, weil man das Kapital von anderen wirksam einsetzen kann, ohne selbst Tausende von Euro investieren zu müssen. Wenn du es richtig anstellst, kann es die Basis für den Erfolg deines Onlineshops bilden. Wer sich lieber nicht auf Zwischenhändler:innen verlassen will, kann mit einem D2C-Ansatz starten. 

    Erfahre mehr: Dropshipping-Business starten

    Weitere Artikel zum Thema Dropshipping in Deutschland, Österreich und der Schweiz:

    Which method is right for you?Geposted von Hendrik Breuer: Hendrik ist Redakteur des deutschen Shopify-Blogs. Möchtest du einen Gastbeitrag veröffentlichen? Dann lies bitte zuerst diesen Leitfaden.

    Dieser Artikel von Andrew Youderian erschien ursprünglich auf Englisch im Shopify.com-Blog und wurde lokalisiert von Freddie Debachy.