Die Google Search Console gehört zu den wichtigsten Tools für dein digitales Marketing. Sie hilft dir dabei, deine Sichtbarkeit in den Google-Suchergebnissen zu maximieren, indem sie dir zeigt, was auf deiner Website funktioniert und wo Probleme bestehen.
Ein großer Vorteil der Search Console ist ihre einfache Zugänglichkeit. Ganz gleich, ob du bereits über umfangreiche SEO-Erfahrung verfügst oder deinen organischen Traffic steigern möchtest: In diesem Beitrag erfährst du, wie du die Google Search Console optimal nutzt.
Was ist die Google Search Console?
Die Google Search Console (GSC) ist ein kostenloses Tool von Google, mit dem du die Präsenz deiner Website in den Google-Suchergebnissen überwachen, verwalten und optimieren kannst. Dazu zeigt dir das Tool, wie deine Website in den organischen Suchergebnissen erscheint, einschließlich ihrer Rankings und des generierten Traffics. Zudem macht es dich auf technische Probleme aufmerksam und liefert Informationen dazu, wie Google deine Website crawlt, also ihre Inhalte scannt und für die Indexierung erfasst.
Funktionen der Google Search Console
Diese Funktionen sind für Marketingfachleute und Unternehmer:innen besonders wichtig, wenn sie mit der Google Search Console arbeiten:
1. Leistung
Die Leistungsberichte zeigen wichtige Kennzahlen für eine Webseite, darunter die Gesamtzahl der Klicks, Impressionen, die Klickrate (Click-through-Rate, CTR) und die durchschnittliche Position auf den Suchergebnisseiten, den sogenannten Search Engine Results Pages (SERPs).
Darüber hinaus erhältst du detailliertere Informationen zu den Personen, die deine Seite gesehen haben, beispielsweise zu ihrem Standort und dem verwendeten Gerät. Für den Bericht kannst du einen beliebigen Zeitraum innerhalb der vergangenen 16 Monate auswählen.
2. Seiten
Der Bericht „Seiten“ befindet sich im Bereich „Indexierung“ der Google Search Console. Er hilft dir dabei, Indexierungsprobleme zu erkennen und zu beheben, die die Sichtbarkeit deiner Website in den Google-Suchergebnissen einschränken könnten. Bei der Indexierung entdecken, scannen und speichern Suchmaschinen Webseiten in ihrer Datenbank.
Die Search Console berichtet über alle erkannten URLs und weist auf Fehler oder Warnungen hin. Dazu gehören beispielsweise Seiten mit 404-Fehlern, durch die Datei robots.txt blockierte Seiten und Probleme mit Weiterleitungen. Behebe die im Bericht zu indexierten Seiten aufgeführten Probleme, damit deine wichtigsten Inhalte für Google zugänglich sind und indexiert werden können.
3. Tool zur URL-Prüfung
Mit dem Tool zur URL-Prüfung kannst du Probleme einzelner Seiten analysieren. Wenn du eine Seite prüfst, zeigt dir das Tool ihren Indexierungsstatus und gegebenenfalls den Grund dafür, warum sie nicht indexiert wurde. Du kannst außerdem die Indexierung einer Seite beantragen oder nach vorgenommenen Änderungen eine erneute Indexierung anfordern, um deine Korrekturen überprüfen zu lassen.
Das Tool kann dir zudem eine Live-Version davon anzeigen, wie Google die Seite rendert und wahrnimmt. Du erfährst, über welche verweisende URL Google die Seite entdeckt hat, ob sie für Rich-Suchergebnisse infrage kommt und wann sie zuletzt gecrawlt wurde.
Für das Tool zur URL-Prüfung sind mehr technische Kenntnisse erforderlich als für andere Funktionen der Google Search Console. Dennoch ist es besonders wertvoll, wenn du SEO-Probleme gezielt analysieren möchtest.
4. Weitere Tools
Zu den weiteren Funktionen für erfahrene SEO-Expert:innen gehören ein Linkbericht, ein Bericht zu den Core Web Vitals und ein Bericht zu Sicherheitsproblemen.
Google Search Console einrichten
Anders als bei vielen anderen Analysetools musst du die Google Search Console nicht erst auf deiner Website installieren. Wenn deine Website öffentlich zugänglich ist, erfasst Google in der Regel bereits Daten dazu. Um auf diese Daten zugreifen zu können, musst du deine Inhaberschaft an der Website bestätigen und einige grundlegende Schritte ausführen.
1. Anmelden
Öffne die Google Search Console und melde dich mit deinem Google-Konto an. Falls du noch kein Google-Konto besitzt, musst du zunächst eines erstellen.
2. Website-Property hinzufügen
Nachdem du dich angemeldet hast, fügst du deine Website als sogenannte Property hinzu. Klicke dazu auf „Property hinzufügen“ und gib die URL deiner Website genau so ein, wie sie in der Adressleiste deines Browsers angezeigt wird.
3. Inhaberschaft bestätigen
Google muss überprüfen, ob du die Website besitzt oder über die erforderlichen Zugriffsrechte verfügst. Für die Bestätigung deiner Property stehen verschiedene Methoden zur Verfügung:
- HTML-Datei hochladen: Bei dieser Methode stellt Google dir eine Datei zur Verfügung, die du im Backend deiner Website hinterlegst, normalerweise im Stammverzeichnis. Dafür benötigst du Zugriff auf das Hosting-Kontrollpanel deiner Website. Dieser Zugriff dient als Nachweis dafür, dass du über die erforderlichen Berechtigungen verfügst.
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HTML-Tag: Alternativ stellt Google dir ein Meta-Tag zur Verfügung, das du in den
<head>-Bereich der Startseite deiner Website einfügst. - Domainanbieter: Bei dieser Methode bestätigst du deine Inhaberschaft über deinen Domain-Registrar, also das Unternehmen, das deinen Domainnamen verwaltet. Dazu fügst du den DNS-Einträgen deiner Website einen von Google bereitgestellten TXT-Eintrag hinzu. Erstelle dabei einen neuen TXT-Eintrag, anstatt einen bestehenden zu verändern, damit keine Probleme mit dem DNS deiner Website entstehen. Diese Methode ist in der Regel besonders zuverlässig. Außerdem kannst du damit eine Domain-Property anstelle einer URL-Property erstellen und Aktivitäten verschiedener Subdomains in derselben GSC-Oberfläche anzeigen.
- Google Analytics: Falls auf deiner Website bereits ein Google-Analytics-Tracking-Code hinterlegt ist, kannst du diesen für die Bestätigung deiner Inhaberschaft in der Google Search Console verwenden. Damit diese Methode funktioniert, musst du mit demselben Google-Konto angemeldet sein, das du auch für Google Analytics nutzt.
- Google Tag Manager: Diese Methode eignet sich, wenn auf deiner Website bereits das Container-Snippet des Google Tag Managers eingebunden ist. Wie bei Google Analytics musst du mit demselben Konto angemeldet sein, das du auch für den Google Tag Manager verwendest.
4. Bestätigung abschließen
Nachdem du eine der Bestätigungsmethoden eingerichtet hast, klickst du in der Google Search Console auf „Bestätigen“. Google überprüft anschließend, ob das entsprechende Bestätigungselement auf deiner Website vorhanden ist.
War die Bestätigung erfolgreich, erhältst du Zugriff auf das Search-Console-Dashboard deiner Website. Schlägt die Überprüfung fehl, musst du möglicherweise einen Fehler beheben oder eine andere Bestätigungsmethode verwenden.
5. Daten auswerten
Keine Sorge, wenn direkt nach der Bestätigung noch keine Daten angezeigt werden. In der Regel dauert es zwei bis drei Tage, bis dein Google-Search-Console-Konto mit Daten gefüllt ist.
So funktionieren Berechtigungen in der Google Search Console
In der Google Search Console gibt es zwei grundlegende Zugriffsarten: Inhaber:innen und Nutzer:innen. Beide Kategorien umfassen weitere Untertypen mit unterschiedlichen Berechtigungsstufen. Die passenden Zugriffsrechte sorgen dafür, dass jede Person die benötigten Funktionen verwenden kann, während dein Konto geschützt bleibt.
Inhaber:innen
Inhaber:innen kontrollieren eine Property und verfügen über die höchste Zugriffsstufe. Sie können sämtliche Daten einsehen, Einstellungen ändern, weitere Personen hinzufügen oder entfernen und die Property vollständig löschen.
Es gibt zwei Arten von Inhaber:innen: bestätigte und delegierte Inhaber:innen.
- Bestätigte Inhaber:innen: Sie haben ihre Kontrolle über eine Property nachgewiesen, indem sie den Bestätigungsprozess abgeschlossen haben. Die entsprechenden Methoden erfordern direkten Bearbeitungszugriff auf die Website oder ihre DNS-Einstellungen. Dadurch wird bestätigt, dass die Person berechtigt ist, die Property und die damit verbundenen Zugriffe zu verwalten.
- Delegierte Inhaber:innen: Sie werden von bestätigten Inhaber:innen zum Konto hinzugefügt. Sie besitzen ähnliche Berechtigungen, werden von Google jedoch anders eingestuft, da sie den Bestätigungsprozess nicht selbst abgeschlossen haben oder eine Methode verwendet wurde, die keinen vollständigen Zugriff auf die Website nachweist, etwa Google Analytics oder Google Tag Manager. Bestätigte Inhaber:innen können delegierte Inhaber:innen wieder entfernen.
Nutzer:innen
Inhaber:innen können weitere Personen hinzufügen und ihnen je nach Aufgabenbereich unterschiedliche Zugriffsrechte erteilen. Dabei wird zwischen vollständigem und eingeschränktem Zugriff unterschieden.
- Vollständiger Zugriff: Personen mit vollständigem Zugriff können nahezu alle Daten einsehen und grundlegende SEO-Maßnahmen durchführen, beispielsweise Sitemaps einreichen. Sie können jedoch keine weiteren Personen hinzufügen und die Einstellungen der Property nicht ändern.
- Eingeschränkter Zugriff: Personen mit eingeschränktem Zugriff können die meisten Daten einsehen, jedoch keine Aktionen durchführen, die Inhaber:innen oder Personen mit vollständigem Zugriff vorbehalten sind.
Grundsätzlich solltest du einer Person nur die Berechtigungen erteilen, die sie tatsächlich benötigt. So schützt du dein Konto und verhinderst unerwünschte Aktionen, etwa das Löschen deiner Property oder das Beantragen einer Entfernung wichtiger URLs aus dem Google-Index.
So reichst du eine Sitemap in der Google Search Console ein
Eine Sitemap ist eine strukturierte Übersicht über die Inhalte und Seiten deiner Website. Du musst sie nicht zwingend einreichen, damit deine Website in der Google-Suche sichtbar wird. Sie kann Google jedoch dabei unterstützen, deine Website effizienter zu crawlen und zu indexieren. Zudem liefert sie dir detaillierte Informationen zur Performance deiner Website.
Alle Personen mit vollständigem Zugriff sowie Inhaber:innen können eine Sitemap in der Google Search Console einreichen. Gehe dabei wie folgt vor:
- Anmelden und Property auswählen: Melde dich bei deinem Google-Search-Console-Konto an und wähle die Property aus, für die du eine Sitemap einreichen möchtest.
- „Sitemaps“ öffnen: Klicke im linken Menü auf „Sitemaps“.
- Alte Sitemaps entfernen: Falls veraltete Sitemaps aufgeführt sind, solltest du sie entfernen, bevor du eine neue Sitemap hinzufügst. Klicke neben der betreffenden Sitemap auf das Dreipunkt-Menü und wähle „Sitemap entfernen“.
- Sitemap-URL eingeben: Gib im Bereich „Neue Sitemap hinzufügen“ die URL deiner Sitemap ein. Üblicherweise lautet sie „deinedomain.de/sitemap.xml“, kann jedoch je nach Einrichtung deiner Website abweichen.
- Sitemap einreichen: Klicke nach der Eingabe der URL auf „Senden“.
- Auf Fehler prüfen: Bleibe kurz auf der Seite und überprüfe, ob Google unmittelbar Fehler meldet. Falls Probleme auftreten, stellt die Google Search Console in der Regel Hinweise zur Behebung bereit.
- Verarbeitung abwarten: Google verarbeitet deine Sitemap und beginnt anschließend, die enthaltenen URLs zu crawlen. Die Indexierung kann einige Stunden bis mehrere Wochen dauern. Den aktuellen Status findest du im Bereich „Sitemaps“.
Fazit: Mit der Google Search Console deine Sichtbarkeit verbessern
Die Google Search Console hilft dir dabei, die Leistung deiner Website in der Google-Suche besser zu verstehen und gezielt zu verbessern. Du erkennst, über welche Suchanfragen Nutzer:innen auf deine Website gelangen, welche Seiten besonders gut abschneiden und wo technische oder inhaltliche Probleme bestehen.
Vor allem die Leistungsberichte, der Indexierungsbericht und das Tool zur URL-Prüfung liefern dir wichtige Informationen für deine SEO-Strategie. Wenn du regelmäßig die Daten überprüfst, Fehler behebst und deine Sitemap aktuell hältst, schaffst du eine solide Grundlage für eine bessere Sichtbarkeit in den organischen Suchergebnissen.
Achte außerdem darauf, Zugriffsrechte sorgfältig zu vergeben. So stellst du sicher, dass alle Beteiligten die benötigten Funktionen nutzen können, ohne die Sicherheit deiner Property zu gefährden.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt.




