Ein langsamer Onlineshop, fehlerhafte Produktseiten oder Probleme beim Bezahlen können dazu führen, dass potenzielle Kund:innen ihren Einkauf abbrechen. Dabei fallen solche Schwachstellen im täglichen Betrieb nicht immer sofort auf. E-Commerce Testing hilft dir, technische Fehler und Hindernisse im Kaufprozess frühzeitig zu erkennen.
Mit verschiedenen Testmethoden kannst du überprüfen, ob dein Onlineshop zuverlässig funktioniert, wie Besucher:innen mit deinen Inhalten interagieren und welche Änderungen das Einkaufserlebnis verbessern. In diesem Beitrag erfährst du, welche Arten von E-Commerce Testing es gibt, welche Bereiche deines Onlineshops besonders wichtig sind und wie du eine passende Teststrategie entwickelst.
Was ist E-Commerce Testing?
E-Commerce Testing bezeichnet die systematische Überprüfung eines Onlineshops auf Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und Leistung. Dabei werden technische Abläufe und einzelne Elemente der Website getestet, um Fehler zu erkennen und das Einkaufserlebnis zu verbessern. Ziel ist es, Kaufhindernisse zu beseitigen und die Conversion-Rate zu optimieren.
Warum ist E-Commerce Testing wichtig?
Ein funktionierender Onlineshop ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Verkäufe. Selbst kleine Fehler können den Kaufprozess erschweren. Werden sie nicht erkannt, wirken sie sich möglicherweise auf den Umsatz und die Zufriedenheit deiner Kund:innen aus.
E-Commerce Testing bietet dir deshalb mehrere Vorteile.
Verbesserte Benutzerfreundlichkeit
Eine übersichtliche Navigation, verständliche Produktinformationen und ein einfacher Bestellprozess erleichtern Besucher:innen die Orientierung.
Mithilfe von Usability-Tests kannst du herausfinden, an welchen Stellen Schwierigkeiten entstehen. Vielleicht ist eine wichtige Schaltfläche auf dem Smartphone schwer erreichbar oder Kund:innen finden bestimmte Produkte nicht über die Suchfunktion.
Die Ergebnisse helfen dir, die User Experience deines Onlineshops gezielt zu verbessern.
Höhere Conversion-Rate
Nicht jeder Besuch deines Onlineshops führt zu einer Bestellung. Mit E-Commerce Testing kannst du untersuchen, welche Hindernisse potenzielle Käufer:innen vom Abschluss abhalten.
Beispielsweise lässt sich überprüfen, ob Produktbeschreibungen verständlich sind oder die Versandkosten rechtzeitig angezeigt werden.
Gezielte Anpassungen können dazu beitragen, die Conversion-Rate zu optimieren. Ob eine Veränderung tatsächlich erfolgreich ist, lässt sich anhand geeigneter Kennzahlen feststellen.
Frühzeitige Fehlererkennung
Technische Probleme entstehen beispielsweise nach Updates, durch neue Apps oder bei der Anpassung eines Themes.
Regelmäßige Funktionstests helfen dir dabei, solche Fehler zu erkennen, bevor sie größere Auswirkungen haben. Besonders wichtig ist das bei zentralen Prozessen wie der Warenkorbverwaltung oder Zahlungsabwicklung.
Bessere Entscheidungen
Änderungen an einem Onlineshop beruhen häufig auf Annahmen darüber, was Kund:innen bevorzugen.
Durch strukturierte Tests kannst du diese Annahmen überprüfen. Statt eine neue Produktseitengestaltung ausschließlich anhand persönlicher Vorlieben auszuwählen, vergleichst du beispielsweise das tatsächliche Kaufverhalten bei unterschiedlichen Varianten.
So bilden nachvollziehbare Ergebnisse die Grundlage für weitere Optimierungen.
Welche Arten von E-Commerce Testing gibt es?
Je nachdem, welchen Bereich du überprüfen möchtest, kommen unterschiedliche Testmethoden zum Einsatz. Einige konzentrieren sich auf die technischen Funktionen deines Shops, andere auf das Verhalten deiner Besucher:innen.
1. Funktionales Testing
Funktionstests überprüfen, ob einzelne Elemente und Abläufe deines Onlineshops korrekt funktionieren.
Dazu gehören beispielsweise:
- Produktsuche und Filterfunktionen
- Auswahl von Produktvarianten
- Hinzufügen und Entfernen von Artikeln im Warenkorb
- Anwendung von Rabattcodes
- Berechnung von Preisen und Versandkosten
- Kundenregistrierung und Anmeldung
- Bestellbestätigung und Benachrichtigungen
Ein typisches Testszenario könnte folgendermaßen aussehen: Du legst ein Produkt in einer bestimmten Größe in den Warenkorb, änderst die Menge und gibst einen gültigen Rabattcode ein. Anschließend überprüfst du, ob alle Angaben und Preise korrekt übernommen wurden.
Funktionale Tests sind insbesondere nach Änderungen an deinem Shop sinnvoll.
2. Usability Testing
Beim Usability Testing steht die Benutzerfreundlichkeit im Mittelpunkt. Du untersuchst, wie einfach echte Nutzer:innen bestimmte Aufgaben in deinem Onlineshop erledigen können.
Dafür erhalten Testpersonen beispielsweise die Aufgabe, ein Produkt mit bestimmten Eigenschaften zu finden und in den Warenkorb zu legen.
Währenddessen beobachtest du, wo Unsicherheiten auftreten, welche Informationen fehlen oder welche Schritte unnötig kompliziert erscheinen.
Ergänzend kannst du Interviews, Feedbackformulare oder anonymisierte Nutzungsanalysen einsetzen.
3. Performance Testing
Performance-Tests überprüfen die technische Leistungsfähigkeit deines Onlineshops.
Ein wichtiger Bestandteil sind die Ladezeiten. Wenn Produktbilder langsam erscheinen oder Eingaben verzögert verarbeitet werden, kann das die Benutzerfreundlichkeit beeinträchtigen.
Für die Bewertung der Website-Performance sind unter anderem die Core Web Vitals relevant:
- Largest Contentful Paint (LCP): Misst, wie schnell das größte sichtbare Inhaltselement geladen wird.
- Interaction to Next Paint (INP): Bewertet, wie schnell die Seite auf Interaktionen reagiert.
- Cumulative Layout Shift (CLS): Erfasst unerwartete Verschiebungen von Seitenelementen.
Zusätzlich untersuchen Lasttests, wie sich eine Anwendung bei hohem Besucheraufkommen verhält.
Für Shopify-Stores betrifft das besonders individuell entwickelte Erweiterungen, Apps und externe Dienste. Die zugrunde liegende Shop-Infrastruktur wird dagegen von Shopify betrieben.
4. Security Testing
Sicherheitstests dienen dazu, potenzielle Schwachstellen in einem Onlineshop und seinen angebundenen Systemen aufzudecken.
Dazu gehören die Überprüfung von Zugriffsberechtigungen, der Schutz sensibler Daten und die sichere Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendungen.
Für Betreiber:innen eines Shopify-Stores ist es beispielsweise wichtig, die Berechtigungen installierter Apps regelmäßig zu überprüfen und Konten mit geeigneten Authentifizierungsmethoden abzusichern.
Aufwendigere Sicherheitsprüfungen sollten von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden.
5. Kompatibilitätstests
Deine Kund:innen besuchen deinen Onlineshop über verschiedene Geräte, Browser und Betriebssysteme.
Kompatibilitätstests stellen sicher, dass zentrale Funktionen möglichst unabhängig von diesen technischen Voraussetzungen nutzbar bleiben.
Dabei überprüfst du beispielsweise, ob Produktbilder auf Smartphones korrekt dargestellt werden, Filter auf Tablets funktionieren und der Warenkorb in unterschiedlichen Browsern zuverlässig bedient werden kann.
Besonders hilfreich sind Tests mit echten Mobilgeräten, da sich nicht alle Darstellungs- und Bedienungsprobleme allein durch eine verkleinerte Desktopansicht erkennen lassen.
6. Integrationstests
Viele Onlineshops nutzen neben ihrer eigentlichen E-Commerce-Plattform zusätzliche Anwendungen.
Das können beispielsweise Warenwirtschaftssysteme, Versandlösungen, Marketing-Tools oder Schnittstellen für die Buchhaltung sein.
Integrationstests überprüfen, ob der Datenaustausch zwischen diesen Systemen funktioniert.
Ein Beispiel: Nach einer Bestellung sollen die relevanten Bestelldaten an das angebundene Warenwirtschaftssystem übertragen werden. Ein Integrationstest prüft, ob dabei alle erforderlichen Informationen korrekt und vollständig ankommen.
7. A/B-Testing
Beim A/B-Testing vergleichst du zwei Varianten eines Elements miteinander.
Ein Teil deiner Besucher:innen sieht beispielsweise die bisherige Produktseite, während eine andere Gruppe eine überarbeitete Version erhält.
Anschließend vergleichst du anhand vorher festgelegter Kennzahlen, welche Variante besser abschneidet.
Mögliche Testelemente sind Produktbilder, Überschriften, Navigationselemente oder die Darstellung von Versandinformationen.
Wichtig ist, dass die Besucher:innen zufällig auf die Varianten verteilt werden und genügend Daten vorliegen. Bei geringem Traffic sind qualitative Nutzertests häufig aussagekräftiger als statistische Experimente mit zu kleinen Stichproben.
Welche Bereiche deines Onlineshops solltest du testen?
Nicht jede Funktion deines Onlineshops ist für den Kaufabschluss gleichermaßen entscheidend. Besonders sinnvoll ist es deshalb, Bereiche zu priorisieren, mit denen deine Kund:innen regelmäßig interagieren.
Startseite und Navigation
Die Startseite vermittelt Besucher:innen einen ersten Eindruck von deinem Unternehmen. Gleichzeitig dient die Navigation dazu, das gewünschte Sortiment zu entdecken. Beim Testing kannst du überprüfen, ob wichtige Produktkategorien leicht erreichbar sind und die Menüstruktur verständlich aufgebaut ist.
Auch die interne Suche verdient Aufmerksamkeit. Werden bei einer Suchanfrage passende Ergebnisse angezeigt? Funktionieren Filter und Sortierung? Und erhalten Besucher:innen hilfreiche Informationen, wenn kein Produkt gefunden wird?
Produktseiten
Auf Produktseiten entscheiden potenzielle Käufer:innen, ob ein Artikel ihren Anforderungen entspricht. Deshalb sollten Produktinformationen vollständig, verständlich und korrekt dargestellt werden. Achte insbesondere auf Bilder, Varianten, Preise, Verfügbarkeit und Lieferinformationen. Ein möglicher Test untersucht beispielsweise, ob eine zusätzliche Größentabelle bei Bekleidungsartikeln die Auswahl erleichtert. Auch die Darstellung von Produktbeschreibungen und Kundenbewertungen kann getestet werden.
Warenkorb
Der Warenkorb bildet den Übergang zwischen Produktauswahl und Kaufabschluss. Hier sollten Kund:innen ihre Bestellung überprüfen und bei Bedarf verändern können. Teste, ob Mengenänderungen richtig übernommen werden, Produkte entfernt werden können und der Gesamtbetrag nachvollziehbar dargestellt wird. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Rabattcodes, Versandkosten und die Berechnung von Preisnachlässen.
Checkout und Zahlungsabwicklung
Der Checkout gehört zu den wichtigsten Bereichen beim E-Commerce Testing. Selbst wenn Besucher:innen bereits Produkte ausgewählt haben, können Schwierigkeiten beim Bezahlen zu einem Kaufabbruch führen. Überprüfe deshalb, ob alle vorgesehenen Zahlungsmethoden verfügbar sind, Eingabefelder richtig funktionieren und verständliche Fehlermeldungen erscheinen. Auch die Darstellung auf mobilen Geräten spielt eine wichtige Rolle. Eine gezielte Checkout-Optimierung kann dazu beitragen, unnötige Hindernisse beim Kaufabschluss zu reduzieren.
Mobile Darstellung
Mobile Tests sollten sich nicht ausschließlich auf die optische Gestaltung beschränken. Wichtig ist auch, ob Schaltflächen ausreichend groß sind, Formulare bequem ausgefüllt werden können und Inhalte ohne störende Überlagerungen erscheinen. Berücksichtige dabei verschiedene Bildschirmgrößen, Browser und Internetverbindungen. Ein responsives Theme bildet eine gute Grundlage, ersetzt aber nicht die Überprüfung tatsächlich genutzter Funktionen.
E-Commerce Testing durchführen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Ein strukturierter Ablauf hilft dir dabei, Tests gezielt einzusetzen und ihre Ergebnisse sinnvoll auszuwerten.
Schritt 1: Definiere deine Ziele
Überlege zunächst, welches Problem du untersuchen möchtest. Vielleicht verlassen viele Besucher:innen deinen Onlineshop nach dem Aufrufen einer Produktseite. Oder du hast festgestellt, dass bestimmte Zahlungsarten gelegentlich Schwierigkeiten verursachen. Formuliere ein konkretes Ziel, beispielsweise die Reduzierung von Warenkorbabbrüchen oder die Verbesserung der mobilen Bedienbarkeit. Bei experimentellen Tests legst du zusätzlich eine überprüfbare Hypothese fest.
Schritt 2: Analysiere deinen Onlineshop
Bevor du mit dem Testing beginnst, solltest du vorhandene Daten untersuchen. Hilfreich sind unter anderem Informationen über häufig besuchte Seiten, Conversion-Rates und Abbruchstellen im Kaufprozess. In Shopify Analytics kannst du verschiedene Kennzahlen zur Entwicklung deines Onlineshops auswerten. Ergänzend liefern Supportanfragen und direktes Kundenfeedback Hinweise darauf, wo Probleme auftreten. Berücksichtige dabei auch die Customer Journey, um mögliche Schwachstellen entlang des gesamten Einkaufsprozesses zu erkennen.
Schritt 3: Priorisiere die Tests
Nicht jedes Problem muss mit der gleichen Dringlichkeit untersucht werden. Technische Fehler, die Bestellungen verhindern, sollten normalerweise Vorrang vor kleineren gestalterischen Anpassungen haben.
Für die Priorisierung kannst du drei Fragen nutzen:
- Wie stark beeinflusst das Problem den Kaufprozess?
- Wie viele Besucher:innen sind möglicherweise betroffen?
- Wie aufwendig sind Test und anschließende Verbesserung?
So konzentrierst du deine Ressourcen zunächst auf Veränderungen mit besonders hohem potenziellem Nutzen.
Schritt 4: Erstelle konkrete Testfälle
Ein Testfall beschreibt, welche Handlung ausgeführt wird und welches Ergebnis dabei erwartet wird.
Beispielsweise:
- Testszenario: Ein Produkt mit zwei Varianten wird in den Warenkorb gelegt.
- Vorgehen: Wähle eine Variante, lege das Produkt in den Warenkorb und ändere anschließend die Menge.
- Erwartetes Ergebnis: Die ausgewählte Variante bleibt erhalten und der Gesamtpreis wird korrekt aktualisiert.
Dokumentiere außerdem die verwendeten Geräte, Browser und relevanten Ausgangsbedingungen.
Schritt 5: Führe die Tests durch
Je nach Ziel kannst du manuelle oder automatisierte Tests durchführen. Manuelle Tests eignen sich besonders für die Beurteilung der Benutzerfreundlichkeit und für neue, komplexe Abläufe. Automatisierte Tests sind hilfreich, wenn wiederkehrende Funktionen regelmäßig überprüft werden sollen.
Beispielsweise lässt sich der Ablauf von der Produktauswahl bis zum Beginn des Checkouts automatisiert testen. Bei Shopify solltest du für Testbestellungen die vorgesehenen Testmöglichkeiten verwenden, damit keine unbeabsichtigten echten Zahlungen ausgelöst werden.
Schritt 6: Werte die Ergebnisse aus
Nach der Durchführung vergleichst du die tatsächlichen Ergebnisse mit deinen Erwartungen. Bei technischen Tests dokumentierst du aufgetretene Fehler und die Bedingungen, unter denen sie entstanden sind. Bei A/B-Tests untersuchst du dagegen relevante Kennzahlen und die statistische Aussagekraft der Ergebnisse.
Neben der Conversion-Rate können beispielsweise der durchschnittliche Bestellwert oder die Umsatzentwicklung wichtig sein. Eine höhere Klickrate allein bedeutet schließlich nicht automatisch, dass eine Variante wirtschaftlich erfolgreicher ist.
Schritt 7: Behebe Fehler und teste erneut
Sobald du Schwachstellen identifiziert hast, kannst du geeignete Verbesserungen umsetzen. Anschließend solltest du überprüfen, ob die ursprünglichen Probleme tatsächlich behoben wurden. Zusätzliche Regressionstests helfen dabei festzustellen, ob Änderungen unbeabsichtigt andere Funktionen beeinträchtigen. Diesen Ablauf kannst du bei neuen Features, App-Installationen oder Theme-Anpassungen wiederholen.
Welche Tools eignen sich für E-Commerce Testing?
Je nach Testmethode stehen unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung. Einige helfen dir bei der technischen Analyse, andere unterstützen die Automatisierung oder die Auswertung von Experimenten.
| Tool | Einsatzbereich |
|---|---|
| Shopify Analytics | Analyse von Verkäufen, Besucheraktivität und Conversion-Kennzahlen |
| Google PageSpeed Insights | Untersuchung der Ladegeschwindigkeit und Core Web Vitals |
| Google Lighthouse | Technische Analyse von Performance, Barrierefreiheit und weiteren Qualitätsmerkmalen |
| Playwright | Automatisierte Browser- und Funktionstests |
| Selenium | Automatisierte Tests in verschiedenen Browsern |
| Hotjar | Analyse von Nutzungsverhalten und Sammlung von Feedback |
| BrowserStack | Tests auf unterschiedlichen Browsern und Geräten |
Für kleinere Onlineshops reichen häufig grundlegende Analysewerkzeuge und regelmäßige manuelle Testabläufe aus.
Mit zunehmender Komplexität kann sich die Automatisierung wiederkehrender Prüfungen lohnen.
Bei der Auswahl solltest du außerdem berücksichtigen, ob die jeweiligen Tools mit deiner Shop-Konfiguration kompatibel sind und welche Anforderungen beim Datenschutz gelten.
Typische Fehler beim E-Commerce Testing
Selbst mit geeigneten Werkzeugen können Tests zu unzuverlässigen Ergebnissen führen, wenn grundlegende Aspekte übersehen werden.
Tests ohne klare Zielsetzung
Wenn du gleichzeitig mehrere Elemente veränderst, lässt sich der Effekt einzelner Anpassungen nur schwer beurteilen. Definiere deshalb vorab, welches Problem untersucht und welche Kennzahl verbessert werden soll.
Zu kleine Stichproben
Besonders bei A/B-Tests können wenige Bestellungen oder Klicks zu irreführenden Schlussfolgerungen führen. Die erforderliche Stichprobengröße hängt unter anderem von der bisherigen Conversion-Rate und der gewünschten nachweisbaren Veränderung ab. Plane Experimente daher auf Grundlage einer geeigneten statistischen Auswertung.
Mobile Nutzung vernachlässigen
Ein Onlineshop kann auf dem Desktop problemlos funktionieren und auf Smartphones dennoch erhebliche Bedienungsschwierigkeiten aufweisen. Deshalb sollten mobile Geräte regelmäßig in deine Testabläufe einbezogen werden.
Tests nur vor dem Launch durchführen
E-Commerce Testing ist keine einmalige Aufgabe. Neue Apps, Änderungen im Sortiment, zusätzliche Verkaufskanäle und technische Updates können bestehende Abläufe beeinflussen. Regelmäßige Prüfungen helfen dir, die Qualität deines Onlineshops langfristig zu sichern.
Wie häufig solltest du deinen Onlineshop testen?
Die richtige Testhäufigkeit hängt von der Größe deines Shops, der technischen Komplexität und der Anzahl deiner Änderungen ab.
Eine mögliche Orientierung bietet folgende Einteilung:
- Nach wichtigen Änderungen: Prüfe betroffene Funktionen unmittelbar nach Theme-Anpassungen, neuen Integrationen oder größeren Updates.
- Regelmäßig im laufenden Betrieb: Kontrolliere zentrale Einkaufsprozesse, insbesondere Warenkorb und Checkout.
- Vor Verkaufsaktionen: Teste Rabattcodes, Aktionspreise und relevante Schnittstellen vor saisonalen Kampagnen.
- Bei auffälligen Kennzahlen: Untersuche ungewöhnliche Rückgänge der Conversion-Rate oder gehäufte Supportanfragen.
- Bei größeren Weiterentwicklungen: Führe umfassendere Funktions-, Kompatibilitäts- und Integrationstests durch.
Fazit: E-Commerce Testing als Grundlage für einen zuverlässigen Onlineshop
E-Commerce Testing hilft dir, die Qualität deines Onlineshops systematisch zu überprüfen und Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen.
Dabei geht es nicht ausschließlich darum, technische Fehler zu beseitigen. Auch die Benutzerfreundlichkeit, die Darstellung auf mobilen Geräten und das Verhalten deiner Kund:innen spielen eine wichtige Rolle.
Besonders wirkungsvoll ist die Kombination verschiedener Testmethoden: Funktionstests sichern wichtige Abläufe ab, Usability-Tests decken Bedienungsschwierigkeiten auf und A/B-Tests ermöglichen datenbasierte Entscheidungen über mögliche Optimierungen.
Wenn du diese Prüfungen regelmäßig in deine Geschäftsprozesse integrierst, schaffst du eine verlässlichere technische Grundlage und kannst das Einkaufserlebnis kontinuierlich verbessern.




