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„Welcher Megan Thee Stallion Song passt am besten zu deiner Persönlichkeit?“
Wenn du schon einmal ein Buzzfeed-Persönlichkeitsquiz gemacht hast, bist du bereits mit interaktiven Inhalten in Kontakt gekommen. Da Internetnutzer:innen heute mit Medien auf immer mehr Plattformen konfrontiert sind, müssen Unternehmen kreativere Wege finden, um sicherzustellen, dass ihre Inhalte bestehende und potenzielle Kund:innen erreichen.
Digitale Inhalte, die aktiv zur Beteiligung einladen, helfen dabei, online sichtbar zu bleiben. Interaktive Inhalte steigern das Engagement, liefern wertvolle Einblicke in das Verhalten deiner Zielgruppe und können die Kosten deiner gesamten Content-Marketing-Strategie senken.
Was sind interaktive Inhalte?
Interaktive Inhalte sind digitaler Content, der Nutzer:innen aktiv einbezieht oder zur Beteiligung auffordert. Dazu zählen zum Beispiel Quizze, Umfragen, Spiele, animierte Infografiken, Rechner sowie interaktive Karten oder Videos.
Interaktive Inhalte zielen darauf ab, eine ansprechendere und immersivere User Experience zu schaffen. Sie motivieren Kund:innen, mehr Zeit auf deiner Website zu verbringen und mit deiner Marke zu interagieren. Gleichzeitig unterstützen sie dich dabei, deine Conversion Rates zu optimieren und bessere Datengrundlagen zu gewinnen.
Wie funktionieren interaktive Inhalte?
Interaktive Inhalte ermöglichen es Nutzer:innen, direkt mit dem Content zu interagieren. Sie klicken auf Seitenelemente, beantworten Fragen oder bewegen Bild-Slider, um Feedback oder personalisierte Ergebnisse zu erhalten.
Interaktive Inhalte basieren in der Regel auf gängigen webbasierten Technologien wie HTML, CSS und JavaScript. Diese Tools machen Nutzerinteraktionen möglich und erzeugen dynamische Reaktionen auf Basis der jeweiligen Eingaben.
Vorteile von interaktiven Inhalten für Unternehmen
Interaktive Inhalte erzielen nachweislich bessere Ergebnisse als klassischer, passiver Content. Studien zeigen, dass sie die Merkfähigkeit von Botschaften deutlich steigern. Dadurch eignen sie sich besonders gut für wirkungsvolle Botschaften wie den bezahlten Beitrag von Allbirds mit der New York Times (Link auf Englisch). Dieser Beitrag informiert darüber, wie Vögel die Umwelt beeinflussen, wie Verbraucher:innen zum Vogelschutz beitragen können und wie Allbirds „bessere Schuhe auf bessere Weise“ herstellt. Fliegende Vögel, Vogelgesang und natürliche Umgebungsgeräusche verstärken dabei die Wirkung der Inhalte.
- Mehr Engagement. Interaktive Inhalte erzielen doppelt so viele Conversions wie traditioneller Content. Du erreichst mehr Klicks, mehr Traffic auf deiner Website, mehr Leads, mehr Verkäufe und sammelst gleichzeitig wertvolle Kundendaten für deine geschäftlichen Entscheidungen.
- Content-Wiederverwertung. Im Gegensatz zu Newslettern oder Blogposts lassen sich viele interaktive Inhalte mehrfach nutzen. Du kannst Quizze oder Rechner durch angepasste Fragen oder neue Zahlenwerte wiederverwenden. Interaktive Infografiken kannst du mit aktuellen Daten aktualisieren. So sparst du Kosten für die wiederholte Erstellung neuer Inhalte.
- Mehr Aufmerksamkeit für deine Marke. Das partizipative Element interaktiver Inhalte sorgt dafür, dass Nutzer:innen im Durchschnitt deutlich mehr Zeit damit verbringen als mit herkömmlichem Content. Wenn du hilfreiche und ansprechende interaktive Inhalte entwickelst, etwa ein Tool zur Berechnung möglicher Ersparnisse bei einem Produkt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Inhalte auf Social Media geteilt werden.
6 Arten von interaktiven Inhalten
- Interaktive E-Mails
- Quizze und Umfragen
- Interaktives Feedback
- Chatbots
- Interaktive Infografiken
- Rechner
Interaktive Inhalte eröffnen eine neue Welt im Marketing. Unternehmen jeder Größe finden kreative Wege, um ihre Kund:innen durch digitale Partizipation einzubinden. Diese Form der Inhalte fördert Aufmerksamkeit, Beteiligung und Markenbindung. Die folgenden sechs Arten von interaktiven Inhalten eignen sich besonders gut für den Einsatz im Unternehmen:
1. Interaktive E-Mails
Du kannst die Aufmerksamkeit deiner Kund:innen gezielt steigern und sie dazu motivieren, deine E-Mails tatsächlich zu lesen, indem du interaktive Elemente integrierst. Eingebettete Bildkarussells ermöglichen es Nutzer:innen, mehrere Bilder oder Medieninhalte direkt in der E-Mail als Slideshow anzusehen. Auch 360-Grad-Produktansichten helfen dabei, Leser:innen aktiv einzubinden und E-Mails interessanter zu gestalten, die sonst möglicherweise ungelesen im Papierkorb landen würden.
2. Quizze und Umfragen
Nicht nur Buzzfeed profitiert von Quizzen. Auch Unternehmen können sie gezielt zur Datensammlung oder zur Aufklärung von Kund:innen einsetzen. Für unentschlossene Käufer:innen oder einfach neugierige Besucher:innen dienen Quizze als interaktive Inhalte, die sie Schritt für Schritt in Richtung Kaufentscheidung führen.
Ein Beispiel dafür ist ein Quiz wie „Was ist deine Jeans-Persönlichkeit?“, das am Ende direkt zu den passenden Jeans-Stilen auf deiner Website verlinkt. Quizze lassen sich außerdem als Umfragen nutzen und helfen dir dabei, Daten über häufige Fragen potenzieller Kund:innen zu sammeln oder einen konkreten Bedarf im Markt zu erkennen, den du gezielt adressieren kannst.
3. Interaktives Feedback
Interaktive Feedback-Formulare können deine Rücklaufquote deutlich erhöhen. Statt klassischer Freitextfelder nutzt du Eingabeaufforderungen, die Nutzer:innen durch eine Reihe interaktiver Fragen führen. Visuelle Elemente und klickbare Folien unterstützen diesen Prozess und machen das Feedbacken einfacher und angenehmer.
Diese Form interaktiver Inhalte fördert bessere Umfrageergebnisse, steigert den Kundenerfolg und stärkt langfristig Kundenbindung und Markenloyalität.
4. Chatbots
Mit dem Aufkommen künstlicher Intelligenz wie ChatGPT, einem großen Sprachmodell, das Gespräche führen und Antworten zu einer Vielzahl von Themen liefern kann, sind eingebettete Chatbots heute intelligenter und leistungsfähiger denn je. Chatbots auf deiner E-Commerce-Website können ein Verkaufserlebnis wie im stationären Handel nachbilden, indem sie Kund:innen aktiv ansprechen und sie Schritt für Schritt durch den Kaufprozess begleiten.
5. Interaktive Infografiken
Infografiken eignen sich hervorragend, um Daten zu visualisieren und komplexe Informationen verständlich darzustellen. Interaktive Infografiken erweitern dieses Format um eingebettete Videos oder Links. Nutzer:innen können klicken oder scrollen und erleben die Inhalte dadurch deutlich intuitiver und nutzerfreundlicher.
6. Rechner
Kund:innen möchten oft wissen, wie viel sie durch den Kauf eines Produkts sparen können. Ein interaktiver Rechner macht diese Information direkt erlebbar. Potenzielle Kund:innen erhalten so einen konkreten Eindruck davon, wie sich Einsparungen anfühlen könnten, und können den Mehrwert eines Produkts unmittelbar nachvollziehen.
Best Practices für die Gestaltung effektiver interaktiver Inhalte
Interaktive Inhalte sind ein wirkungsvolles Tool für E-Commerce-Unternehmen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, es zu übertreiben. Mit den folgenden Best Practices gestaltest und implementierst du interaktive Inhalte gezielt und wirkungsvoll:
- Berücksichtige Content-Müdigkeit. Internetnutzer:innen werden täglich mit Werbung und Inhalten auf unterschiedlichsten Plattformen konfrontiert. Viele blenden diese Reize aus und interagieren immer seltener. Setze interaktive Inhalte deshalb bewusst und in hoher Qualität ein. Überfordere deine Zielgruppe nicht. Ein interaktives Element pro E-Mail statt vier oder ein einzelnes Videoelement pro Produktseite hilft, die Aufmerksamkeit zu bündeln und echtes Engagement zu fördern.
- Sammle Feedback. Nutze Umfragen und andere Feedback-Formate, um besser zu verstehen, mit welchen interaktiven Inhalten deine Zielgruppe tatsächlich interagiert. Reagiere auf diese Erkenntnisse und passe deine Strategie an, wenn die Daten zeigen, dass bestimmte Formate weniger gut funktionieren als erwartet.
- Halte es einfach. Viele Effekte wirken auf den ersten Blick attraktiv, lenken aber vom eigentlichen Ziel ab. Nutzer:innen schätzen Inhalte, die klar strukturiert, fokussiert und leicht verständlich sind. Ein „weniger ist mehr“-Ansatz verbessert nicht nur die Nutzer:innen-Erfahrung, sondern hilft dir auch dabei, die Kosten für die Content-Erstellung im Blick zu behalten.
Beispiele für interaktiven Content
Wenn du nach gelungenen Beispielen für interaktive Inhalte suchst, bieten Shopify-E-Commerce-Shops einen guten Ausgangspunkt. Hier sind drei Unternehmen, die interaktiven Content effektiv nutzen:
- Cowboy nutzt interaktive Bilder, um das Interesse der Kund:innen zu wecken und die Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Funktionen seiner Fahrräder zu lenken.
- United by Blue setzt auf seiner Website einen eingebetteten interaktiven Rechner ein. Damit zeigt die Marke, wie viele Pfund Müll Kund:innen durch den Kauf ihrer Kleidung aus Gewässern entfernen.
- Loot Crate, ein monatlicher Abo-Service, verwendet eine klickbare Slideshow, um Kund:innen durch die verschiedenen Angebote zu führen und Begeisterung für die Produkte zu schaffen.
Häufig gestellte Fragen zu interaktiven Inhalten
Ist interaktives Content-Marketing effektiver als traditionelle Marketing-Methoden?
Nach einigen Kennzahlen ja. Studien zeigen, dass interaktive Inhalte doppelt so viel aktives Engagement erzielen wie klassisch beworbener Content. Das bedeutet jedoch nicht, dass du alle bisherigen Marketingmaßnahmen ersetzen solltest. Traditionelles Marketing lässt sich gut auslagern und kann gezielt Nischen abdecken, etwa Social-Media-Werbung. Mit automatisierten und stark zielgerichteten Kampagnen sowie Tools wie sozialen Medien und Influencer:innen kann klassische Werbung deinem Unternehmen weiterhin einen wichtigen Mehrwert bieten.
Werden interaktive Inhalte häufiger in sozialen Medien geteilt?
Ja, interaktive Inhalte werden eher in sozialen Medien geteilt als traditioneller Content.
Können interaktive Inhalte für Lead-Generierung verwendet werden?
Ja. Eine der größten Stärken interaktiver Inhalte liegt darin, neue und bestehende Kund:innen durch positive Interaktionen und eine stärkere Verbindung zu deiner Marke zu gewinnen und zu halten. Laut Mediafly verbringen Käufer:innen durchschnittlich 8,5 Minuten mit statischen Inhalten und etwa 13 Minuten mit interaktiven Inhalten.





