Als weltweit meistgenutzte Suchmaschine verfügt Google über jahrzehntelange Daten dazu, wonach Menschen online suchen. Über das kostenlose Tool Google Trends stehen dir diese Informationen offen zur Verfügung.
Forscher:innen nutzen Google-Trends-Daten für ganz unterschiedliche Zwecke. Sie analysieren damit Aktienmärkte oder verfolgen die Ausbreitung von Krankheiten. Für Unternehmer:innen liefern diese Daten vor allem wertvolle Einblicke in Verbraucherinteressen und Suchverhalten. Genau daraus entsteht ein echter Wettbewerbsvorteil.
Lies weiter und erfahre, wie du Google Trends gezielt für dein Unternehmen einsetzt, um dein Wachstum und deine Marketingstrategie im Jahr 2026 und darüber hinaus zu unterstützen.
Was ist Google Trends?
Google Trends ist eine Website, die aggregierte Daten zu Suchanfragen bereitstellt. Du erhältst Einblicke in die Beliebtheit von Themen und Begriffen über verschiedene Zeiträume und Regionen hinweg. Google Trends arbeitet mit einer zufälligen Stichprobe aus Milliarden täglicher Suchanfragen und misst damit das relative Suchvolumen. Die verfügbaren Daten reichen bis ins Jahr 2004 zurück. So kannst du langfristige Verschiebungen im Interesse analysieren.
Relatives Suchvolumen verstehen
Google Trends zeigt ausschließlich relatives Suchvolumen an. Das unterscheidet sich vom absoluten Suchvolumen, das die tatsächliche Anzahl aller Google-Suchen zu einem Begriff abbilden würde. Diese Unterscheidung ist entscheidend, um die Daten richtig einzuordnen und fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen.
Google Trends indexiert alle Daten auf einen Wert von 100. Dieser Wert steht für das höchste Suchinteresse an einem Begriff innerhalb des ausgewählten Zeitraums. Wenn du Trends über die Zeit betrachtest, markiert 100 den Tag mit dem höchsten Suchaufkommen für dein Keyword. Wenn du Daten nach Regionen vergleichst, erhält der Ort mit dem größten Suchinteresse ebenfalls den Wert 100. Ein Wert von 50 bedeutet, dass das Suchinteresse nur halb so hoch war wie am Spitzenwert.
Google-Trends-Funktionen
Google Trends stellt dir mehrere zentrale Funktionen zur Verfügung, um Suchdaten gezielt auszuwerten und nutzbare Erkenntnisse für dein Unternehmen zu gewinnen. Du kannst das Interesse über die Zeit analysieren und das Interesse nach Regionen untersuchen, in manchen Ländern sogar bis auf Ebene einzelner Ballungsräume. Zusätzlich zeigt dir das Tool verwandte Themen und verwandte Suchanfragen an.
Du kannst außerdem mehrere Suchbegriffe gleichzeitig vergleichen, bis zu 25 Begriffe in fünf Gruppen. Zusätzlich kannst du deine Analyse nach Kategorien und Suchtypen filtern, etwa nach Websuche, Bildersuche, News, Google Shopping oder YouTube. Wenn du diese Filter gezielt einsetzt, grenzt du die Daten so ein, dass sie exakt zu deinen geschäftlichen Fragestellungen passen.
Warum Google Trends deinem Unternehmen helfen kann
In einer wettbewerbsintensiven E-Commerce-Landschaft musst du genau verstehen, wonach deine potenziellen Kund:innen suchen. Nur so triffst du fundierte Entscheidungen für Marketing und Geschäftsplanung. Google Trends für Unternehmen gibt dir genau diesen Einblick in das Suchverhalten deiner Zielgruppe und liefert dir datengestützte Erkenntnisse für wichtige strategische Entscheidungen.
Wenn du Trends analysierst, erkennst du früh neue Chancen. Du verstehst die saisonale Nachfrage in deiner Nische besser, misst regionales Interesse und beobachtest, wie gut relevante Suchbegriffe im Vergleich zur Konkurrenz performen. Google Trends hilft dir dabei, flexibel zu bleiben, deine Zielgruppe gezielter anzusprechen und deine Marketingressourcen sinnvoll einzusetzen.
Damit ist Google Trends ein zentrales Werkzeug, um langfristig relevant zu bleiben und deine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Wie du Google Trends für Unternehmenswachstum und Marketing nutzt
Als Unternehmer:in nutzt du Google Trends nicht nur, um Trends zu erkennen. Du setzt es als strategisches Tool ein, das deine Keyword-Recherche, deine Wettbewerbsanalyse, deine Marketingkampagnen und deine gesamte Produktstrategie maßgeblich beeinflussen kann.
So nutzt du Google Trends gezielt für dein Unternehmenswachstum:
- Plane vorausschauend für saisonale Marketingkampagnen
- Finde den besten Zeitpunkt für Anzeigen und Content-Veröffentlichungen
- Nutze regionale Erkenntnisse für lokales Targeting
- Identifiziere wertvolle Keywords und verwandte Suchanfragen
- Entdecke und nutze Breakout-Trends
- Wähle die richtige Formulierung für deine Zielgruppe
- Verstehe deine Konkurrenz und bewerte deine Marke
- Optimiere dein Marketing über verschiedene Kanäle hinweg
- Überwache Echtzeit-Trends mit Trending Now
- Nutze Google Trends für die Content-Kalender-Planung
- Analysiere Markenbekanntheit und Stimmung
Plane vorausschauend für saisonale Marketingkampagnen
Wenn du Google Ads nutzt, kennst du das monatliche durchschnittliche Suchvolumen, das Google dir für einzelne Suchbegriffe anzeigt. Der entscheidende Unterschied zu Google Trends liegt darin, dass Trends mit Echtzeitdaten arbeitet und nicht mit Monatsdurchschnitten. So erkennst du, wann Suchanfragen rund um bestimmte Ereignisse entstehen und wie sich das Suchinteresse über die Zeit verändert.
Diese Einblicke helfen dir dabei, saisonale Marketingkampagnen vorausschauend zu planen. Du bewirbst deine Produkte genau dann, wenn die Suchanfragen für relevante Keywords ansteigen.
Anhand aktueller Daten in Google Trends siehst du zum Beispiel, dass das Suchinteresse für Begriffe wie „Wandersandalen“ in den Sommermonaten deutlich zunimmt und im Winter stark zurückgeht. Wenn Wanderschuhe deine E-Commerce-Nische sind, nutzt du dieses Muster gezielt. Du erhöhst deine Werbeausgaben im späten Frühling und frühen Sommer und passt deine Produkt- und Marketingbotschaften zeitlich präzise an.
Finde den besten Zeitpunkt für Anzeigen und Content-Veröffentlichungen
Über saisonale Spitzen hinaus kannst du Google Trends nutzen, um zu erkennen, ob deine Suchbegriffe an bestimmten Wochentagen oder sogar zu bestimmten Tageszeiten besser performen. Du stellst zum Beispiel fest, dass Suchanfragen zu deinen Produkten oder Dienstleistungen am Wochenende besonders viel Traffic erzeugen.
Diese Erkenntnisse helfen dir dabei, die optimalen Zeitpunkte für bezahlte Werbekampagnen und für die Veröffentlichung neuer Content-Marketing-Inhalte zu bestimmen. Du erzielst die größte Wirkung, wenn du genau dann aktiv wirst, wenn deine Zielgruppe online ist und sucht.
Indem du Google Trends nutzt, um diese Mikro-Trends zu verstehen, optimierst du deinen Veröffentlichungsplan gezielt. Du stimmst Anzeigen und Inhalte auf Phasen mit hohem Suchinteresse ab und steigerst so die Sichtbarkeit, das Engagement und die Interaktion mit deiner Marke.
Nutze regionale Erkenntnisse für lokales Targeting
Google Trends erlaubt dir, Suchinteresse gezielt nach Standort zu analysieren und liefert damit besonders wertvolle Daten für lokale Unternehmen oder für Marken mit regionalem Fokus. Du kannst deine Analyse verfeinern, indem du einen bestimmten Standort auswählst und die Parameter eingrenzt. Statt globale Trends zu betrachten, filterst du deine Daten zum Beispiel auf Deutschland oder auf ein einzelnes Bundesland. Wenn du Bayern auswählst, zeigt dir Google Trends das Suchvolumen nach einzelnen Ballungsräumen innerhalb dieses Bundeslands an.
Wenn du das regionale Interesse an deinem Produkt oder deiner Dienstleistung analysierst, erkennst du, in welchen Gebieten besonders viele relevante Suchanfragen stattfinden. Diese Informationen helfen dir dabei, Werbemaßnahmen gezielt zu lokalisieren, Inhalte regional anzupassen und Unterschiede zwischen einzelnen Märkten besser zu verstehen. Eine Strategie, die auf regionalen Google-Trends-Daten basiert, erleichtert es dir, gezielt mit Kund:innen in deiner Nähe in Kontakt zu treten.
Nimm noch einmal das Beispiel der Wandersandalen. Angenommen, Google Trends zeigt ein besonders hohes Suchinteresse im Raum München. In diesem Fall kannst du einen Blogbeitrag über die besten Wanderwege rund um München veröffentlichen und darin gezielt deine Wandersandalen einbinden. Solcher Content spricht genau die lokale Zielgruppe an, die aktiv nach Outdoor-Erlebnissen sucht, und lenkt ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig auf passende Produkte für ihre nächste Tour.
Identifiziere wertvolle Keywords und verwandte Suchanfragen
Google Trends ist ein starkes Begleit-Tool für die Keyword-Recherche. Wenn du einen Suchbegriff in Google Trends analysierst, kannst du unter den Bereichen „Interesse im Zeitverlauf“ und „Interesse nach Teilregionen“ nach unten scrollen. Dort findest du zwei besonders wertvolle Abschnitte: verwandte Suchthemen und verwandte Suchanfragen. Diese Bereiche liefern dir zahlreiche neue Keyword-Ideen und helfen dir dabei, den Kontext hinter den Suchanfragen deiner Zielgruppe besser zu verstehen.
Du kannst zwischen den Ansichten „Ansteigend“ und „Top“ wechseln. „Ansteigend“ zeigt dir Suchbegriffe mit dem stärksten Zuwachs innerhalb eines bestimmten Zeitraums. „Top“ zeigt dir die Begriffe mit dem insgesamt höchsten Suchvolumen. Beide Perspektiven geben dir ein klareres Bild davon, wie sich einzelne Keywords entwickeln und welche Begriffe aktuell besonders relevant sind.
Wenn du die ansteigenden und Top-verwandten Begriffe zu deinen Kern-Keywords analysierst, erkennst du zusätzliche Produkte, Themen oder Phrasen, nach denen deine Zielgruppe aktuell sucht. Diese Google-Trends-Erkenntnisse unterstützen dich bei der Produktentwicklung, der Content-Erstellung und der SEO-Strategie deines Unternehmens. Verkaufst du zum Beispiel Wandersandalen, können verwandte Suchthemen wie „Wasserschuhe“ oder „Outdoor-Ausrüstung“ auftauchen. Solche Signale können dir Ideen für neue Produktlinien oder für passende Content-Themen liefern, die deine Marke gezielt weiterentwickeln.
Entdecke und nutze Breakout-Trends
Ansteigende verwandte Suchanfragen zeigt Google Trends in der Regel mit einem Prozentwert an. Dieser Wert beschreibt, wie stark das Suchvolumen eines Begriffs zwischen zwei Zeiträumen gewachsen ist. Steigt eine Suchanfrage jedoch um mehr als 5.000 %, kennzeichnet Google sie als „Breakout“-Trend und zeigt keinen exakten Prozentwert mehr an. Solche Suchanfragen starten meist mit einem sehr niedrigen Suchvolumen und wachsen dann innerhalb kurzer Zeit extrem stark.
Wenn du Breakout-Trends früh erkennst, verschaffst du deinem Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil. Mit diesen Google-Trends-Erkenntnissen kannst du gezielt SEO-getriebenen Content erstellen und die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe genau dann erreichen, wenn das Interesse entsteht. Entdeckst du einen Breakout-Trend als eine der ersten Marken in deiner Nische, eröffnest du dir außerdem die Chance, neue relevante Produkte zu entwickeln und die entstehende Nachfrage zu bedienen, bevor deine Konkurrenz reagiert.
Wähle die richtige Formulierung für deine Zielgruppe
Eine besonders praktische Funktion von Google Trends ist der direkte Vergleich mehrerer Suchbegriffe. Du kannst bis zu vier Begriffe gleichzeitig gegenüberstellen. Lege zuerst Region und Zeitraum für deine Suche fest. Klicke dann in der hellblauen Box rechts neben deinem Suchbegriff auf „+ Vergleichen“ und gib einen weiteren Begriff ein. So siehst du sofort, wie sich die Suchanfragen im Vergleich entwickeln.
Diese Vergleichsfunktion hilft dir dabei, die passende Formulierung für deine Zielgruppe zu finden. Du erkennst, welche Begriffe oder Phrasen Menschen tatsächlich verwenden, wenn sie nach deinen Produkten oder Dienstleistungen suchen. So kannst du die relative Beliebtheit verschiedener Suchbegriffe besser einschätzen.
Du könntest beispielsweise „Wandersandalen" und „Trekkingsandalen" vergleichen, um zu sehen, welcher Begriff insgesamt oder in bestimmten Regionen höheres Suchinteresse hat. Auf dieser Basis kannst du entscheiden, welche Keywords du in deinem Marketing priorisierst. Du kannst auch Produktbeschreibungen oder Anzeigentexte gezielt anpassen und unterschiedliche Begriffe für verschiedene Zielgruppen verwenden. Wenn du die Sprache deiner Zielgruppe triffst, steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass sie dein Unternehmen findet.
Verstehe deine Konkurrenz und bewerte deine Marke
Das Vergleichstool für Suchbegriffe eignet sich auch hervorragend für eine Wettbewerbsanalyse. Du kannst das Suchinteresse an deinem Markennamen direkt mit dem deiner wichtigsten Konkurrent:innen vergleichen. So erkennst du, wie sichtbar deine Marke im Verhältnis zum Wettbewerb ist und wie sich diese Sichtbarkeit über die Zeit verändert.
Diese Einblicke helfen dir dabei, deine Position in deiner Nische besser einzuordnen und deine Marketingmaßnahmen gezielter auszurichten. Du siehst, wie sich deine Suchpopularität im Vergleich zu anderen Unternehmen in deinem Markt entwickelt. Wenn du das Suchinteresse deiner Konkurrenz regelmäßig beobachtest, erkennst du außerdem frühzeitig Marktverschiebungen oder Hinweise darauf, wie erfolgreich ihre Marketinginitiativen sind.
Optimiere dein Marketing über verschiedene Kanäle hinweg
Google Trends ermöglicht es dir als E-Commerce-Shop-Betreiber:in, Suchvolumen-Daten nach Suchkanälen zu filtern. Die Web-Suche ist die Standardeinstellung. Du kannst dir aber auch Trends aus der Bildersuche, News, Google-Shopping und YouTube ansehen. Wenn du dieses kanalspezifische Suchverhalten verstehst, kannst du Inhalte und Produktlisten gezielt optimieren und besser auf die jeweilige Suchintention der Nutzer:innen eingehen.
So zeigen beliebte Web-Suchanfragen zu „Wandersandalen“ häufig Begriffe wie „beste“. Das deutet darauf hin, dass Nutzer:innen nach Produktvergleichen oder Bewertungen suchen. In der Bildersuche und in Google Shopping tauchen dagegen häufiger Formulierungen wie „für Damen“ oder andere konkrete Produktmerkmale auf. Das signalisiert eine stärkere Kaufabsicht oder den Wunsch nach visuellen Eindrücken.
Mit diesen Erkenntnissen aus Google Trends kannst du deine Marketingmaßnahmen gezielt auf die unterschiedlichen Suchkanäle abstimmen und qualifizierteren Traffic in deinen Shop lenken.
Überwache Echtzeit-Trends mit Trending Now
Der Bereich Trending Now in Google Trends zeigt Suchanfragen, die in einer bestimmten Region aktuell stark an Popularität gewinnen. Die Daten aktualisieren sich häufig und geben dir einen direkten Einblick darin, welche Themen gerade öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Wenn du diese trendenden Suchanfragen beobachtest, erkennst du schnell zeitnahe Chancen für neue Inhalte, Social-Media-Posts oder kurzfristige Produktaktionen, die an aktuelle Ereignisse oder Popkultur anknüpfen.
Nicht jedes Trendthema passt automatisch zu deinem Unternehmen. Trotzdem kann dir dieser Bereich wertvolle Impulse liefern, um deine Zielgruppe im richtigen Moment anzusprechen und kurzfristige Interessensspitzen gezielt zu nutzen.
Nutze Google Trends für die Content-Kalender-Planung
Google Trends ist ein äußerst wertvolles Tool für die Planung deines Content-Marketing-Kalenders. Wenn du historische Suchdaten analysierst, erkennst du saisonale Muster und kannst vorhersagen, wann das Interesse an bestimmten Themen oder Produkten seinen Höhepunkt erreicht. So planst du Blogbeiträge, Leitfäden, Videos und Social-Media-Inhalte frühzeitig und stellst sicher, dass dein Content genau dann verfügbar ist, wenn deine Zielgruppe besonders aktiv sucht.
Zusätzlich liefern dir die Bereiche Ansteigend und Breakout neue Ideen für Themen, die gerade an Dynamik gewinnen. Diese Signale helfen dir, Trends früh zu erkennen und deiner Content-Strategie einen Vorsprung zu verschaffen.
Analysiere Markenbekanntheit und Stimmung
Auch wenn Google Trends kein klassisches Tool zur Sentiment-Analyse ist, liefert es wertvolle Hinweise zur Markenbekanntheit und kann Rückschlüsse auf die Stimmung deiner Zielgruppe ermöglichen. Wenn du das Suchvolumen deines Markennamens beobachtest und die dazugehörigen verwandten Suchanfragen analysierst, erkennst du, in welchem Zusammenhang Menschen nach deiner Marke suchen.
Steigt das Suchvolumen für deinen Markennamen, deutet das auf eine wachsende Bekanntheit und auf wirksame Marketingmaßnahmen hin. Die Art der verwandten Suchanfragen kann zusätzlich Hinweise auf die öffentliche Wahrnehmung geben. Suchbegriffe wie „Bewertungen“, „Probleme“ oder „Betrug“ deuten auf kritische Aufmerksamkeit hin, während Begriffe wie „beste“, „Rabatt“ oder „neue Kollektion“ eher auf positives Interesse schließen lassen. Wenn du diese verwandten Suchanfragen regelmäßig beobachtest, verstehst du besser, wie deine Marke wahrgenommen wird, erkennst mögliche Probleme frühzeitig und findest Ansatzpunkte, um deine Markenwahrnehmung gezielt zu verbessern.
Google Trends mit anderen Marketing-Tools integrieren
Für ein umfassenderes Bild deines Markts und deiner Zielgruppe solltest du die Erkenntnisse aus Google Trends mit Daten aus anderen Marketing-Tools verknüpfen.
Wenn du Google-Trends-Daten zum Suchinteresse mit Informationen aus weiteren Analyse-Tools kombinierst, erhältst du ein deutlich tieferes Verständnis deiner Marktlandschaft und der Wirksamkeit deiner Strategien.
Du kannst deine Google-Trends-Daten zum Beispiel abgleichen mit:
- Google-Analytics-Daten zu Website-Traffic und detailliertem Nutzerverhalten
- Daten aus der Google Search Console zu den tatsächlichen Suchanfragen, über die Nutzer:innen auf deine Website gelangen
- Daten aus Social-Media-Tools- zu Zielgruppendemografie und Engagement-Raten
- Google-Ads-Daten zu Suchhistorie und Suchanfragen, die dir bei der Kampagnenplanung helfen
So könntest du etwa feststellen, dass Google Trends ein hohes Suchinteresse für einen bestimmten Begriff zeigt, während die Google Search Console nur wenig Traffic für dieses Keyword ausweist. Das deutet darauf hin, dass du deine SEO-Strategie für diesen Begriff optimieren oder gezielteren Content erstellen solltest.
Der Einstieg in Google Trends für Unternehmen
Hier sind einige konkrete Tipps, wie du Google Trends gezielt für dein Unternehmen nutzt:
- Erkunde deine Kern-Keywords. Gib die wichtigsten Begriffe zu deinem Unternehmen, deinen Produkten oder Dienstleistungen in das Explore-Tool von Google Trends ein. Analysiere das Interesse über die Zeit, die regionale Verteilung und verwandte Suchanfragen, um aktuelle Suchtrends besser zu verstehen.
- Überwache deine Konkurrenz. Nutze die Vergleichsfunktion, um das Suchinteresse an deiner Marke mit dem deiner wichtigsten Konkurrent:innen zu vergleichen. So kannst du deine Sichtbarkeit einschätzen und Veränderungen im Wettbewerbsumfeld früh erkennen.
- Behalte trendende Suchanfragen im Blick. Rufe regelmäßig den Bereich „Trending Now“ auf. Dort entdeckst du zeitnahe Chancen für Marketingkampagnen oder neue Content-Ideen, die an aktuelle Ereignisse anknüpfen.
- Plane gezielt für Saisonalität. Wenn dein Geschäft saisonalen Schwankungen unterliegt, hilft dir Google Trends dabei, Suchspitzen früh zu erkennen. Plane dein Inventar und deine Marketingmaßnahmen entsprechend, um die Nachfrage optimal zu bedienen.
Wenn du Google Trends fest in deine Marketing- und Marktforschungsroutine integrierst, gewinnst du wertvolle Erkenntnisse. Diese helfen dir, fundierte Entscheidungen zu treffen und dein Unternehmenswachstum gezielt voranzutreiben.
💡Für vertiefende Informationen zur Nutzung des Tools lohnt sich ein Blick in das Google-Trends-Hilfecenter. Für weiterführende Markteinblicke bietet sich außerdem Think with Google an.
FAQ: Google Trends für Unternehmen
Ist Google Trends ein kostenloses Tool?
Ja, Google Trends wurde 2006 als kostenloses Tool für die Allgemeinheit eingeführt.
Wie genau sind die Daten in Google Trends?
Die Daten in Google Trends sind zuverlässig, zeigen jedoch kein absolutes Suchvolumen. Google verarbeitet täglich Milliarden von Suchanfragen. Es wäre nicht praktikabel, jede einzelne Suche vollständig auszuwerten. Deshalb arbeitet Google Trends mit einer Stichprobe von Suchanfragen. Google weist selbst darauf hin, dass die Daten „nicht wissenschaftlich sind und möglicherweise kein perfektes Abbild der gesamten Suchaktivität darstellen“.
Manche Suchanfragen erscheinen mit einem Wert von null. Das bedeutet nicht zwingend, dass niemand danach gesucht hat. Häufig war das Suchvolumen lediglich zu gering, um als statistisch relevant zu gelten. Das tatsächliche Volumen kann also über null liegen, bleibt aber niedrig.
Kannst du Google Trends für internationale Daten nutzen?
Ja, Google Trends zeigt globale Suchanfragen und eignet sich gut für internationale Analysen. Du kannst die Daten nach Ländern, Bundesländern oder in manchen Regionen sogar nach Ballungsräumen filtern.
Wie bestimmt Google Trends die Suchpopularität?
Google Trends analysiert eine zufällige Stichprobe täglicher Suchanfragen zu einem bestimmten Begriff. Anschließend skaliert Google diese Daten auf einen Wert von 0 bis 100. Der Begriff mit dem höchsten Suchinteresse in einem definierten Zeitraum erhält den Wert 100. Alle anderen Werte werden relativ zu diesem Höchstwert dargestellt.
Was bedeutet der Wert 100 in Google Trends?
Ein Wert von 100 steht nicht für ein absolutes Suchvolumen von 100 Suchanfragen. Er zeigt an, dass dieser Begriff im betrachteten Zeitraum und Kontext das höchste relative Suchinteresse hatte. Alle anderen Werte geben an, wie stark das Interesse im Vergleich zu diesem Höchstwert ausgeprägt war.





